TVE in Zahlen

Eingetragener Verein 
140 Jahre seit 1879

Köln-Ehrenfeld (Stadtbezirk)
sechs Stadtteile Bickendorf, Bocklemünd/Mengenich, Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Ossendorf und Vogelsang

Mitglieder
486 (Stand April 2019)

Kursangebote
31 unterschiedliche Gruppen für Jung und Alt

Vereinsfarben
gelb, blau


Die Gründung

Im Zuge der Industrialisierung stieß Köln im wahrsten Sinne des Wortes an seine Grenzen; die Stadtmauern. Im Zuge der Erweiterung der Stadt wurde Ehrenfeld erschlossen und besiedelt. Dies erfolgte in den Jahren von 1840 bis 1850. Ehrenfeld wurden im Jahre 1879 die Stadtrechte zuerkannt und dies war gleichzeitig das Geburtsjahr des TVE. Die Unabhängigkeit Ehrenfelds endete jedoch bereits im Jahre 1888 und Ehrenfeld wurde der Stadt Köln „einverleibt“.

Die Gründung des TVE erfolgte durch die Initiative von Fritz Schröder und sechs weiteren Kölner Bürgern, die durch ihren Einsatz den TVE am 10. Juli 1879 gründeten. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde erkannt, dass der Sport einen sinnvollen Ausgleich zu den Belastungen des Alltags darstellt. Überdies war das damalige „Freizeitangebot“ sowie die finanziellen Möglichkeiten der Bürger beschränkt. Zum ersten Vorsitzenden des TVE im Jahre 1879 wurde Herr Korschiltgen, dem sich sofort 46 Mitglieder anschlossen.

 

1879 bis 1900

Im Jahr 1880 übernahm J. Harrer den ersten Vorsitz des TVE. Er erkannte bereits zu diesem Zeitpunkt, dass die Jugendarbeit wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit des TVE sein muss. Er führte das Schüler- und Zöglingsturnen ein. Dies war sehr vorausblickend, denn erst im Jahre 1882 wurde das Turnen und die „körperliche Ertüchtigung“ Bestandteil des Schulunterrichtes.

Die Krise nahte 12 Jahre nach Gründung in den Jahren 1890/1891 und hatte ihre Ursache in der Tatsache, dass nicht ausreichend genug Sportstätten zur Verfügung standen und dem TVE die „Heimat“ - ein Sportheim fehlte.

Im Jahre 1893 wurde die Sportstätte in der Gravenreuthstrasse fertiggestellt und die Zahl der Vereinsmitglieder stieg durch die Erweiterung des Sportangebotes deutlich an. Die Halle Gravenreuthstrasse sollte bis in das nächste Jahrhundert zentrale Sport- und Begegnungsstätte des TVE sein. Neben dem eigentlichen Turnen wurde ab 1889 bereits Schwimmsport angeboten und dies acht Jahre bevor der erste Kölner Schwimmverein gegründet wurde.

 

1900 bis 1929

Der Sportbetrieb in der Gravenreuthstrasse war für längere Zeit wesentlichster Bestandteil des Sportangebotes des TVE.  Dies änderte sich mit der Fertigstellung des Neptun-Bades im Jahres 1912, denn neben dem traditionellen Turnen entwickelte sich die im Neptunbad angesiedelte Schwimmabteilung hervorragend. Emanzipation wurde großgeschrieben und bereits im Jahre 1904 wurde das „Turnen für Frauen“ fester Bestandteil der Aktivitäten des TVE.

 Neben der Tatsache, daß nunmehr ein Sportangebot für die ganze Familie zur Verfügung stand, brachten die „Frauen“ die Häuslichkeit“ mit und sorgten dafür, daß die den Männern so liebe „Geselligkeit“ den entsprechenden Rahmen fand. Ab 1904 war die „Frauen-Power“ im TVE nicht mehr wegzudenken und das „Turnen für Frauen“ wurde zu einer wesentlichen Säule des TVE. 

Als der TVE ein halbes Jahrhundert bestand, wurde des Sportangebot nochmals deutlich erweitert und der TVE erhielt eine Fechtabteilung. Die Fechtabteilung beteiligte sich an einer Vielzahl von Deutschen- und Landesmeisterschaften und belegte die vorderen Plätze. In diesen Jahren waren auch die anderen Abteilungen des TVE nicht nur sportlich aktiv, sondern überaus erfolgreich

 

1929 bis 1944 

Der Beginn des 2. Weltkrieges hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf den Sportbetrieb. Mit der wachsenden Intensität des Krieges und dem Verlust einer „normalen“ Lebenssituation kam auch der Sportbetrieb zum Erliegen. Nicht zum Erliegen kamen jedoch die im TVE gebildeten Freundschaften der Familien.

Der „Zusammenhalt der TVE-Familie“ half vielen Vereinsmitglieder die schrecklichen Kriegsjahre zu überstehen. Es wurde sich geholfen. Ganz besonders solidarisierten sich die Frauen - auf sich gestellt - ohne Männer. Hier galt es so mancher „Turnschwester“ zu helfen, zur Seite zu stehen und zu unterstützen.

 

1944 bis 1989

Der schreckliche Krieg hatte ein Ende und es galt nach vorne zu schauen. Die Gemeinschaft war zerschlagen, viele hatten ihr Leben verloren, waren durch die Wirkung des Krieges stark angeschlagen oder noch in Kriegsgefangenschaft. Aber es sollte möglichst schnell wieder ein normales Leben einkehren.

 Karl Halfen, der ab 1937 und bis zum vollständigen Erliegen des Sportbetriebes im Jahre 1944 den Verein aktiv führte, traf die Initiative zum Neubeginn. Am 26.12.1945 (Weihnachten) konstituierte er den TVE im Lokal „Keubgen“ neu und bereits zu diesem Zeitpunkt wurde seine Maßnahme von 50 weiteren Mitglieder unterstützt. Der Aufbau der Sportstätten führte zu einer raschen Entwicklung des Sportbetriebes.

 Der TVE bekam auch sein erstes eigenes Vereinshaus mit eigenem Sportplatz. Hier etablierte sich die Faustballabteilung. Das Vereinsheim entstand in Eigenleistung durch Initiative vieler Mitglieder. Aber es wurde auch zur Begegnungsstätte in der Feste und Geselligkeit gepflegt wurde.

 In der „kargen“ Nachkriegszeit trafen sich die Mitglieder dort zum singen, tanzen, geselligen Beisammensein und teilten das wenige das zur Verfügung stand. Mit dem Wohlstand entwickelten sich auch die Feste. Eine Vielzahl von Festen wurden zu festen Einrichtungen; Weihnachts-, Karnevals- und Oktoberfest. Aber neben der Geselligkeit stand selbstverständlich der Sport im Vordergrund. 

 Neben dem klassischen Turnbetrieb, etablierten sich weitere Sportaktivitäten. Hier ist besonders der Ballsport (Volleyball, Faustball) zu erwähnen.  Im Jahre 1979 kann der TVE auf 100 Jahre wechselhafte Vereinsgeschichte zurückblicken. Im Jahre 1986 erfuhr der TVE eine besondere Ehrung durch die Auszeichnung mit der Sportplakette des Bundespräsidenten.

 Im Jahre 1989 - der TVE ist inzwischen 110 Jahre alt - hat der Verein 700 Mitglieder und ein breites Sportangebot in neun verschiedenen Abteilungen, die sich aus einer Vielzahl von Sportgruppen zusammensetzen.

 

1989 bis heute

Inzwischen hat die „Frauen-Power“ auch den Vorstand erreicht und die erste Vorsitzende ist eine Frau. Hinsichtlich der Rahmenbedingungen bewegt der TVE sich im gleichen Spektrum wie alle anderen Vereine. Anders als zur Zeit der Gründungsväter im Jahre 1879 oder nach dem Ende des 2. Weltkrieges ist heute das Freizeitangebot nicht begrenzt, sondern das Freizeitangebot ist vielschichtig. Mit Sorge wird die Entwicklung beobachtet, daß die Solidarität im Verein mehr und mehr schwindet und sich letztlich die verbleibende Arbeit nur noch auf wenige Schultern verteilt. Der Verein konkurriert inzwischen mit kommerziellen Sportstudios und ist hinsichtlich seiner Möglichkeiten begrenzt. Obwohl sich die Rahmenbedingungen geändert haben und vermutlich noch weiter ändern werden, sieht der TVE seine Hauptaufgabe in der Förderung des Kinder- und Jugendsports sowie der generellen Förderung des Breitensports.

 

 

Kursangebote

Kursangebote Abteilung Zeitraum
Beachvolleyball Erwachsene Mixed Wochentags 14:00-21:30
Fechten Jugendliche (ab 12 Jahre) Donnerstag 17:30 - 19:00
Fechten Erwachsene Donnerstag 19:00 - 20:30
Gymnastik Frauen Montag 19:00 - 20:30
Gymnastik Frauen Dienstag 19:00 - 20:30
Roundnet (Spikeball) Jugendliche (ab 12 Jahre) Dienstag 18:00 - 21:30
Roundnet (Spikeball) Erwachsene Mixed Dienstag 18:00 - 21:30
Rückengymnastik Erwachsene Mixed Mittwoch 19:00 - 20:30